Einweihung Gerätehaus Feuerwehr Wutike (Gemeinde Gumtow)
Mit zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung und Feuerwehrwesen wurde die Einweihung des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Wutike gefeiert. Der Neubau stellt einen wichtigen Meilenstein für den Brandschutz in der Gemeinde Gumtow dar und ist zugleich ein sichtbares Zeichen für die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements der Kameradinnen und Kameraden.
Zu den Ehrengästen zählten unter anderem der Staatssekretär des Ministeriums des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, Uwe Schüler, Landrat Christian Müller, Kreisbrandmeister Christian Reisinger, Christina Giese vom Kreisfeuerwehrverband, Amtswehrführer Patrick Jamrath sowie Amtsjugendfeuerwehrwartin Susanne Hesse.
Den Auftakt der Feierstunde übernahm Bürgermeister Oliver Nitschke. Er blickte auf die Entstehungsgeschichte des Projekts zurück. Ende des Jahres 2023 wurde der Förderantrag gestellt, ehe im Mai 2024 die Bewilligung erfolgte. Das Land Brandenburg beteiligte sich mit Fördermitteln in Höhe von 333.333 Euro an dem Vorhaben, während die Gemeinde Gumtow rund 207.000 Euro beisteuerte. Die tatsächlichen Baukosten fielen letztlich etwas geringer aus als ursprünglich kalkuliert und beliefen sich auf insgesamt rund 529.000 Euro.
Vor etwa einem Jahr erfolgte der Baubeginn. Das in die Jahre gekommene alte Gerätehaus, das fast 70 Jahre lang seinen Dienst verrichtet hatte, wurde am 19. Mai 2025 abgerissen. Am 8. September 2025 konnte bereits Richtfest gefeiert werden. Heute präsentiert sich die Feuerwehr mit einem modernen und funktionalen Gebäude, das den aktuellen Anforderungen gerecht wird.
Nitschke bezeichnete den Neubau als sichtbares Zeichen für Zusammenhalt und Zukunft. Besonders hob er hervor, dass nun zeitgemäße Bedingungen geschaffen wurden. Dazu gehören getrennte Umkleideräume für Frauen und Männer sowie moderne Sanitäranlagen mit Dusche. Sein Dank galt allen Beteiligten, die an Planung und Umsetzung mitgewirkt haben. Die Feuerwehr sei ein fester Bestandteil der örtlichen Gemeinschaft. Das Ehrenamt verdiene höchsten Respekt und größte Anerkennung. Ebenso dankte er den Familienangehörigen der Feuerwehrleute, die den ehrenamtlichen Dienst mittragen. Der Bau des Gerätehauses sei eine Investition in die Sicherheit der Bevölkerung, insbesondere im ländlichen Raum, und zugleich eine Herzensangelegenheit für die Ehrenamtlichen. Abschließend wünschte er allen Einsatzkräften, stets gesund von ihren Einsätzen zurückzukehren.
Anschließend sprach Ortswehrführer und Gemeindewehrführer Marko Köpke. Er bezeichnete die Einweihung als einen besonderen Tag für die Feuerwehr und die gesamte Gemeinde. Die Anwesenheit des Staatssekretärs unterstreiche die Bedeutung des Ehrenamtes und der Feuerwehren für die Gesellschaft.
Köpke erinnerte daran, dass das bisherige Gerätehaus fast sieben Jahrzehnte lang treue Dienste geleistet habe, jedoch schon seit langer Zeit nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Technik und Arbeitsbedingungen entsprochen habe. Dabei stellte er klar, dass die Feuerwehr kein Verein, sondern Teil der Exekutive und damit ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Gefahrenabwehr sei. Die Kameradinnen und Kameraden erfüllten Pflichtaufgaben und damit einen gesetzlichen Auftrag. An 365 Tagen im Jahr stünden sie für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bereit.
Deshalb seien Investitionen in die Feuerwehren unverzichtbar. Ohne die Unterstützung bei Infrastrukturmaßnahmen und Fahrzeugbeschaffungen wären viele Projekte kaum realisierbar. Sein Dank galt daher ausdrücklich den Fördermittelgebern und allen Verantwortlichen, die die Finanzierung ermöglicht hätten. Zudem begrüßte Köpke die Einführung des neuen Grundwehrdienstes. Dadurch könnten künftig mehr junge Menschen für einen Dienst an der Allgemeinheit gewonnen werden, wovon auch die Feuerwehren profitieren könnten.
Besonders dankte er den Gemeindevertretern und Bürgermeister Oliver Nitschke, den beteiligten Baufirmen und Handwerksbetrieben, Frau Schulze-Mack von der IBS Prignitz sowie Frau Köhn vom Bauamt der Gemeinde Gumtow. Persönliche Worte richtete er an seine Frau Antje und seine Töchter Larissa, Luisa und Leonie für deren Unterstützung und Verständnis. Das neue Gerätehaus sei weit mehr als ein Gebäude. Es sei ein Ort der Gemeinschaft und diene zugleich der Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger.
Staatssekretär Uwe Schüler dankte für die Einladung und zeigte sich erfreut darüber, wie gut der Neubau angenommen werde. Sein besonderer Dank galt den Kameradinnen und Kameraden für ihren ehrenamtlichen Dienst. Gerade im ländlichen Raum stelle die Sicherstellung des Brandschutzes eine große Herausforderung dar. Die Kosten seien hoch, während die finanzielle Lage vieler Kommunen angespannt sei. Umso bemerkenswerter sei es, dass die Feuerwehrleute unter teilweise schwierigen Bedingungen ihren Dienst leisten.
Er verwies darauf, dass in den vergangenen Jahren rund 80 Projekte umgesetzt worden seien. Zudem habe das Land auch in die Löschwasserversorgung investiert. Für die Zukunft wünschte er der Feuerwehr alles Gute und den Einsatzkräften stets eine gesunde Rückkehr von ihren Einsätzen.
Landrat Christian Müller schloss sich den Dankesworten an. Sein besonderer Dank galt den Gemeindevertretern und Bürgermeister Oliver Nitschke, die sich der finanziellen Herausforderung gestellt hätten. Ebenso würdigte er die Unterstützung des Landes durch die bereitgestellten Fördermittel.
Müller äußerte die Hoffnung, dass entsprechende Förderprogramme auch künftig fortgeführt werden. Es gelte, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, um insbesondere junge Menschen für die Feuerwehr zu begeistern und langfristig Nachwuchs zu gewinnen. Der Landkreis versuche seinen Beitrag dazu zu leisten. Dazu gehöre auch das Bestreben, die Kreisumlage möglichst niedrig zu halten, damit den Kommunen Spielräume für wichtige Investitionen wie diese erhalten bleiben.
Zudem verwies er auf die zukünftigen Möglichkeiten, die sich durch den Erwerb des bald frei werdenden Feuerwehrgerätehauses der Feuerwehr Perleberg ergeben könnten. Dadurch würden zusätzliche Ausbildungskapazitäten geschaffen. Das neue Gerätehaus müsse nun mit Leben gefüllt werden. Auch Müller dankte ausdrücklich den Familienangehörigen der Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden.
Kreisbrandmeister Christian Reisinger bezeichnete Gerätehausübergaben als etwas ganz Besonderes. Er erinnerte daran, dass die Umstellung des Förderkonzeptes für Feuerwehrgerätehäuser insbesondere für kleinere Kommunen ein großes Geschenk gewesen sei. Die entsprechende Förderrichtlinie sei inzwischen ausgelaufen. Viele Kommunen hätten jedoch bereits konkrete Planungen in der Schublade, weshalb er auf eine Neuauflage der Förderung hoffe.
Wenn sich eine Gemeinde zu einer solch bedeutenden Investition entschließe, sei dies zugleich ein Ausdruck der Wertschätzung für die geleistete Arbeit der Feuerwehr. Nun liege es an den Kameradinnen und Kameraden, den Neubau mit Leben zu erfüllen und die neuen Möglichkeiten zu nutzen.
Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die Gäste Gelegenheit, das moderne Gerätehaus zu besichtigen und bei zahlreichen Gesprächen ins Gespräch zu kommen. Für die jüngsten Besucher standen ein großer Spielplatz sowie eine Hüpfburg bereit und sorgten für viel Freude.
Mit dem neuen Gerätehaus verfügt die Freiwillige Feuerwehr Wutike nun über moderne und zeitgemäße Bedingungen für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Kameradschaft. Die Investition stärkt nicht nur die Feuerwehr, sondern auch die Sicherheit der gesamten Gemeinde. Die Einweihung war deshalb ein Tag der Freude und des Dankes für alle Beteiligten.
Die besten Wünsche begleiten die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wutike auf ihrem weiteren Weg. Herzlichen Glückwunsch zum neuen Gerätehaus.
Bild zur Meldung: Einweihung Gerätehaus Feuerwehr Wutike (Gemeinde Gumtow)


kreisfeuerwehrverband_prignitz
Kreisfeuerwehrverband Prignitz e.V.
Kreisfeuerwehrverband Prignitz