Waldbrandübung im Landkreis Oberhavel
Am vergangenen Wochenende fand im Landkreis Oberhavel eine großangelegte Waldbrandübung der Brandschutzeinheiten statt. Beteiligt waren Einheiten aus den sechs Landkreisen Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Barnim, Prignitz, Havelland und Uckermark sowie aus zwei kreisfreien Städten. Aus der Prignitzer Brandschutzeinheit nahmen insgesamt 77 Einsatzkräfte mit 24 Fahrzeugen teil.
Hintergrund der Übung ist die zunehmende Gefahr von Waldbränden in Brandenburg. Längere Dürreperioden und hohe Temperaturen führen dazu, dass solche Szenarien immer realistischer werden.
Bereits am Freitag begann das Technisches Hilfswerk (THW) mit dem Aufbau eines großflächigen Bereitstellungsraumes. Materialien wurden angeliefert, Zelte errichtet und Drohnen eingesetzt, die der Einsatzleitung erste Lagebilder aus der Luft lieferten. Zudem wurde ein neues Waldbrand-Spezialfahrzeug des Katastrophenschutzes des Landes Brandenburg vorgestellt.
Am Samstag trafen die Brandschutzeinheiten ein. Das Übungsszenario ging von einer langanhaltenden Dürreperiode aus, in der sich ein Feuer durch starken Wind rasch ausbreitet. Nachdem die örtlichen Kräfte erste Maßnahmen eingeleitet hatten, wurde Großalarm ausgelöst.
Im Verlauf der Übung kamen auch moderne Einsatzmittel zum Einsatz: ferngesteuerte Minenräumer sowie unbemannte Löschroboter unterstützten die Brandbekämpfung. Spezielle Forstfahrzeuge zogen Schneisen in den Waldboden, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar. Da es in Waldgebieten keine Hydranten gibt, wurde eine rund fünf Kilometer lange Wasserförderstrecke aufgebaut. Hierbei kamen Hochleistungspumpen und Regnersysteme zum Einsatz.
Auch ein Hubschrauber der Bundeswehr demonstrierte die Möglichkeiten der Brandbekämpfung aus der Luft. Parallel dazu wurde die Evakuierung von Ortschaften unter realistischen Bedingungen geprobt.
Neben den Feuerwehren waren zahlreiche weitere Organisationen beteiligt, darunter das Deutsches Rotes Kreuz, die Bundespolizei sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung.
Am Sonntag übernahmen Führungskräfte aus dem Landkreis Prignitz die Ablösung des leitenden Stabes und führten die Übung kontrolliert zum Abschluss.
Das Fazit aller Beteiligten fiel durchweg positiv aus: Die Übung bot wertvolle Erkenntnisse und zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Kräfte ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass ein solches Szenario jederzeit Realität werden kann.
Bilder: Maik Kraja, Daniel Hellmann, Elisabeth Buschow (alle FF Pritzwalk)
Bild zur Meldung: Waldbrandübung im Landkreis Oberhavel


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Kreisfeuerwehrverband Prignitz e.V.
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