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Jahreshauptversammlung DRK-Bereitschaften Prignitz

28.​03.​2026

Am 28. März 2026 fand die Jahreshauptversammlung der DRK-Bereitschaften Prignitz in der Geschäftsstelle des DRK in Perleberg statt. 

Der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Jahnke konnte zahlreiche Gäste begrüßen, darunter den Vorstandsvorsitzenden des DRK, Lutz Dieckmann, die designierte Geschäftsführerin Simone Struck-Dieckmann, Annett Zechser vom DRK, Landrat Christian Müller, Kreisbrandmeister Christian Reisinger, den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Marcus Giese, seinen Stellvertreter Ralf Arnoldt sowie die Schriftführerin Christina Giese, den Sachbereichsleiter Brand- und Katastrophenschutz Marcus Bethmann, den Werkleiter Rettungsdienst René Glaeser, den Amtswehrführer des Amtes Meyenburg Gerald Jach sowie Silke Hercht von der Polizei Pritzwalk.

 

In seinem Jahresbericht blickte Jahnke auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurück. Insgesamt wurden rund 6.500 ehrenamtliche Stunden geleistet – ein eindrucksvoller Beleg für die große Bandbreite und das Engagement der Einsatzkräfte. Die Arbeit der Bereitschaften ist zunehmend öffentlich sichtbar und bildet ein unverzichtbares Fundament des Zivil- und Katastrophenschutzes. Gleichzeitig wurde der Wunsch nach einer stärkeren Gleichstellung mit den Feuerwehren betont.

 

Zum 1. Januar 2025 zählten die Bereitschaften 68 Mitglieder, zum Jahresende bereits 72. Für 25 Helferinnen und Helfer konnte die Helferprämie beantragt werden. Insgesamt wurden im Jahr 2025 25 Einsätze bewältigt, darunter 8 Sanitätsdienste, 7 Verpflegungseinsätze, ein technischer Einsatz, vier Führungsunterstützungen, zwei Betreuungseinsätze, zwei Transporte sowie ein Einsatz im Rahmen der Brandschutzeinheit. Ein besonderer Fokus lag zudem auf der intensiven Aus- und Weiterbildung auf Kreis- und Landesebene.

 

Ein bewegender Moment der Versammlung war das Gedenken an den am 21. Oktober 2025 verstorbenen Kreisbereitschaftsleiter Marc Histermann, zu dessen Ehren sich alle Anwesenden erhoben.

 

Berichte aus den Bereitschaften

 

Im Anschluss folgten die ausführlichen Berichte aus den einzelnen Bereitschaften, die die Vielfalt und Leistungsfähigkeit der ehrenamtlichen Arbeit eindrucksvoll widerspiegelten.


Bereitschaftsleiterin Annett Meglin berichtete von einem ereignisreichen Jahr 2025. Aktuell zählt die Bereitschaft 41 aktive Mitglieder sowie drei ruhende Mitglieder. Im vergangenen Jahr gab es drei Zugänge und vier Abgänge.

 

Insgesamt wurden beeindruckende 5.033 Stunden geleistet. Davon entfielen 1.415 Stunden auf Absicherungen und Erste-Hilfe-Leistungen, 3.148 Stunden auf allgemeine Helfertätigkeiten, 410 Stunden auf den Bereich Verpflegung sowie 60 Stunden auf Einsätze im Zusammenhang mit dem FTZ.

 

Die Einsatzstatistik zeigt die hohe Aktivität der Bereitschaft: 37 Absicherungen, 47 Verpflegungseinsätze sowie 30 weitere Verpflegungen im FTZ-Bereich wurden durchgeführt, ergänzt durch sieben Erste-Hilfe-Einsätze.

 

Ein besonderer Meilenstein war die Übernahme des ersten Katastrophenschutz-Leuchtturms in der Prignitz, der künftig eine wichtige Rolle in der Krisenbewältigung spielen wird. Meglin betonte die gute Zusammenarbeit innerhalb der Bereitschaft sowie mit anderen Organisationen und dankte allen Mitgliedern für ihr außergewöhnliches Engagement.


Bereitschaftsleiter Christian Piehl stellte die Entwicklung der Bereitschaft Wittenberge vor. Diese umfasst derzeit 26 aktive Mitglieder sowie zwei ruhende Mitglieder. Im Jahr 2025 konnten acht neue Mitglieder gewonnen werden, während drei Mitglieder ausschieden.

 

Die Kameradinnen und Kameraden leisteten insgesamt 3.270 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Davon entfielen 2.312,5 Stunden auf allgemeine Tätigkeiten sowie zusätzlich 957,5 Stunden auf Absicherungen.

 

Zu den Einsätzen und Aktivitäten gehörten unter anderem zwölf Absicherungen, drei Erste-Hilfe-Einsätze, eine Übung sowie 28 reguläre Dienste. Piehl hob insbesondere die kontinuierliche Einsatzbereitschaft und die positive Mitgliederentwicklung hervor, die für die Zukunft der Bereitschaft von großer Bedeutung sind.


Francine Heidebrecht berichtete über den Bereich Technik, Sicherheit und Logistik. Derzeit engagieren sich hier fünf aktive Mitglieder. Im vergangenen Jahr gab es jeweils einen Zu- und einen Abgang.

 

Durchschnittlich leistete jedes Mitglied rund 70 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Insgesamt wurden sechs Dienstabende durchgeführt, bei denen insbesondere technische Abläufe, Sicherheitsthemen und logistische Prozesse im Fokus standen.

 

Zu den Höhepunkten zählten erneut die Absicherung und Unterstützung bei größeren Veranstaltungen wie der VooV und dem Brandenburgtag. Heidebrecht unterstrich die Bedeutung dieses Bereichs als wichtige Säule für die Einsatzfähigkeit der gesamten Bereitschaften.

 

Grußworte der Gäste

Im Anschluss richteten die anwesenden Gäste ihre Grußworte an die Versammlung und würdigten die Arbeit der DRK-Bereitschaften aus unterschiedlichen Perspektiven:

 

Landrat Christian Müller betonte, dass bereits die große Anzahl der anwesenden Gäste die hohe Wertschätzung für die Arbeit der DRK-Bereitschaften widerspiegele. 

Angesichts globaler Herausforderungen hätten sich die Aufgaben im Bevölkerungsschutz in den vergangenen Jahren deutlich verändert und erweitert. Diese Entwicklungen beschäftigten auch die Kreisverwaltung intensiv. Trotz einer angespannten finanziellen Lage des Landkreises sicherte Müller zu, weiterhin alles im Rahmen der Möglichkeiten zu tun, um die Bereitschaften zu unterstützen. 

Er hob hervor, dass zur Stärkung der Zusammenarbeit ein neuer Mitarbeiter im Bereich Brand- und Katastrophenschutz eingestellt wurde. Zudem versprach er, stets ein offenes Ohr für die Belange der Einsatzkräfte zu haben. Gemeinsam mit Marcus Bethmann überreichte er den Bereitschaften neue Tablets, die die zukünftige Arbeit erleichtern sollen.

 

Marcus Giese, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, sprach den Helferinnen und Helfern seine ausdrückliche Anerkennung aus. Er betonte, dass auf die DRK-Bereitschaften jederzeit Verlass sei, und wünschte allen Mitgliedern weiterhin viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft. In seinen Worten erinnerte auch er an den verstorbenen Kreisbereitschaftsleiter Marc Histermann. Dessen Engagement und Wirken würden in der Arbeit der Kameradinnen und Kameraden fortleben.

 

Kreisbrandmeister Christian Reisinger unterstrich die enge Verzahnung zwischen Feuerwehr und DRK-Bereitschaften. Er wies darauf hin, dass in der politischen Diskussion zur Gleichstellung der Helferinnen und Helfer noch weiterer Handlungsbedarf bestehe, Brandenburg jedoch bereits auf einem guten Weg sei. Reisinger betonte, dass die DRK-Bereitschaften bei Feuerwehreinsätzen fest eingebunden und unverzichtbar seien. Er sicherte zu, die Arbeit der Bereitschaften auch künftig nach Kräften zu unterstützen und nutzte zudem die Gelegenheit, sich persönlich für die Unterstützung bei seiner Geburtstagsfeier zu bedanken.

 

Simone Struck-Dieckmann, designierte Geschäftsführerin des DRK, brachte ihren großen Respekt gegenüber den ehrenamtlichen Einsatzkräften zum Ausdruck. Sie machte deutlich, dass die Bereitschaften innerhalb der Organisation künftig einen noch höheren Stellenwert einnehmen sollen. Ein besonderes Anliegen sei ihr der weitere Ausbau der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Blaulichtorganisationen, um den Bevölkerungsschutz insgesamt zu stärken.

 

Ehrungen und Auszeichnungen

 

Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen und Auszeichnungen.

Für 5 Jahre Treue Dienste wurden ausgezeichnet: Jennifer Heinrich, Nicole Weinert, Nick Pitzke, Theresa Parnow, Erik Berger, Emma Wüst und Jens Zaydowicz

Die Medaille für 10 Jahre Treue Dienste erhielten: Mirko Samoray, Peter Ziemer und Marc Histermann (Posthum). Diese Auszeichnung nahm der Kamerad Stephan Gellert entgegen. 

Für 15 Jahre Treue Dienste ausgezeichnet wurden: René Berhnagen und Lina-Sophie Brockmann

Die Medaille für 20 Jahre Treue Dienste erhielt Janin Hupe.

Christian Piehl erhielt das Ehrenzeichen des Katastrophenschutzes in Silber am Bande

Als Gruppenführerin Sanität und Betreuung wurde die Kameradin Natalie Weigner ernannt. 

 

Wortmeldungen und Schlusswort

 

Im weiteren Verlauf kamen auch die Kameradinnen und Kameraden zu Wort. Nick Pitzke von der Bereitschaft Wittenberge äußerte den Wunsch, dass die von Marc Histermann aufgebaute Arbeit weitergeführt wird und nicht verloren geht. Gleichzeitig sprach er sich für mehr Kommunikation und Transparenz innerhalb der Strukturen aus.

 

Guido Korn nutzte die Gelegenheit, um sich bei Annett Meglin für ihre engagierte Arbeit und Unterstützung zu bedanken und überreichte ihr als Zeichen der Anerkennung einen Blumenstrauß.

 

In seinem Schlusswort betonte der Vorstandsvorsitzende des DRK, Lutz Dieckmann, die zentrale Bedeutung einer funktionierenden Kommunikation zwischen Haupt- und Ehrenamt. Angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage gewinne das Ehrenamt zunehmend an Bedeutung. Er rief dazu auf, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Ein bereits vor der Corona-Pandemie gemeinsam mit Marc Histermann entwickeltes Konzept zur Mitgliedergewinnung soll künftig wieder aufgegriffen und weiterentwickelt werden.

 

Die Versammlung machte deutlich, wie wichtig das Engagement, der Zusammenhalt und die kontinuierliche Weiterentwicklung der DRK-Bereitschaften für den Bevölkerungsschutz in der Prignitz sind.

 

 

Bild zur Meldung: Jahreshauptversammlung DRK-Bereitschaften Prignitz

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