Unangeküngigte Übung der Gefahrstoffeinheit Prignitz

25.​09.​2026

Unangekündigte Übung der Gefahrstoffeinheit Prignitz an der Biogasanlage in Wolfshagen


Am Donnerstag, den 17. September 2026, fand an der Biogasanlage in Wolfshagen eine unangekündigte Übung der Gefahrstoffeinheit Prignitz (GSE) statt. Insgesamt nahmen rund 50 Kameradinnen und Kameraden aus dem gesamten Landkreis an der Einsatzübung teil.

 

Die Übung wurde vom Leiter der GSE, Sebastian Budtke, und dem Leiter der Kreisfeuerwehrschule, Mattis Rusch, geleitet. Als Übungsszenario wurde der Austritt von 600 Litern Eisen(III)-chlorid auf dem Gelände der Biogasanlage angenommen.

 

Zu Beginn wurden die örtlich zuständigen Feuerwehren alarmiert. Die Einsatzkräfte erkannten schnell die Gefahr einer möglichen Gefahrstofflage und veranlassten daraufhin die Alarmierung der GSE.

 

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Übung lag auf der Überprüfung der Alarmierungswege. Dabei sollten mögliche Schwachstellen im Alarmierungssystem erkannt und die tatsächlichen Ausrückezeiten sowie die Zeit bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte ermittelt werden. Ziel war es, die notwendige Vorlaufzeit für den Einsatz der Gefahrstoffeinheit möglichst realistisch festzustellen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt war der Aufbau und die Inbetriebnahme der Dekontaminationsstufe III. Die Einsatzkräfte trainierten dabei die erforderlichen Abläufe unter möglichst realistischen Bedingungen. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass der Aufbau einer Dekontaminationsstufe III im Realeinsatz durch örtliche Einsatzkräfte unterstützt beziehungsweise nach entsprechender Anweisung vor Ort realisiert wird. Die Zusammenarbeit zwischen der Gefahrstoffeinheit und den örtlichen Feuerwehren ist daher ein wichtiger Bestandteil eines solchen Einsatzes.

 

Parallel dazu erfolgten durch den CBRN-Erkundungskraftwagen kontinuierliche Messungen, um die angenommene Gefahrstofflage zu überwachen und die Einsatzmaßnahmen messtechnisch zu begleiten.

 

Unterstützt wurde die Übung zudem durch die Drohneneinheit der Feuerwehr Perleberg, die ebenfalls vor Ort war. Luftbilder und die daraus gewonnenen Lageinformationen gewinnen insbesondere bei ABC-Einsätzen zunehmend an Bedeutung. Aufgrund der teilweise großflächigen Absperr- und Gefahrenbereiche können Drohnen dabei wertvolle Informationen zur Erkundung und Bewertung der Einsatzlage liefern und den Einsatzkräften einen zusätzlichen Überblick über das betroffene Gelände ermöglichen.

 

Die unangekündigte Übung bot den beteiligten Einsatzkräften eine wichtige Möglichkeit, die Zusammenarbeit, Alarmierungswege und Einsatzabläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, mögliche Optimierungspotenziale zu erkennen und die Einsatzbereitschaft der Gefahrstoffeinheit weiter zu verbessern.

 

 

Bild zur Meldung: Unangeküngigte Übung der Gefahrstoffeinheit Prignitz

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GSE Übung (17.​09.​2026)