2. Blaulichtkonferenz des KFV Prignitz e.V.
Nachdem die 2024 erstmals stattgefundene Kommunalkonferenz ein voller Erfolg war fand am 28.02.2026 die zweite Blaulichtkonferenz des Kreisfeuerwehrverbandes Prignitz e.V. statt.
Als Veranstaltungsort konnte die Geschwister-Scholl-Grundschule in Perleberg gewonnen werden, hier einen großen Dank an Schulleiterin Christin Linse, ihren Lehrerinnen und Lehrern, dem Förderverein der Geschwister-Scholl-Schule und des Hortes Piccolino, die uns nicht nur an diesem Tag sondern auch beim Aufbau und Abbau unterstützten und für der herrliche Frühstück sorgten.
Insgesamt konnten ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt werden, es wurden vier Workshops angeboten:
Workshop 1 – Atemschutz und Atemschutzüberwachung mit dem Workshopleiter Robert Kaliske (Feuerwehr Wittenberge)
Workshop 2 – Digitalisierung in der Feuerwehr mit dem Workshopleiter Lars Wirwich (Feuerwehr Wittenberge)
Workshop 3 – Schnittstelle Feuerwehr und Rettungsdienst mit dem Workshopleiter Maik Müller (Feuerwehr Perleberg)
Workshop 4 – Werte in der Feuerwehr mit dem Workshopleiter Frank Kliem (Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg e.V.)
Als Gäste konnten begrüßt werden:
Katrin Lange – Landtagsabgeordnete Land Brandenburg
Axel Schmidt – Bürgermeister der Stadt Perleberg
Michael Koch – Landesbranddirektor Land Brandenburg
Frank Kliem – Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg e.V.
Marcus Bethmann – Sachbereichsleiter Brand- und Katatstrophenschutz
Mathias Ehrchen – Leiter der Polizeiinspektion Prignitz
Christian Reisinger – Kreisbrandmeister
Stefanie Richter – Fachausschussleiterin Frauen des LFV BB
Zunächst ging es los mit der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden des KFV Marcus Giese.
Er hieß die Gäste, die Workshopleiter und de Kameradinnen und Kameraden willkommen und gab das Wort an die Gäste ab.
Katrin Lange freute sich sehr über die Einladung. Der Beitrag, den die Kameradinnen und Kameraden leisten gehe über die Feuerwehr hinaus. Immer wenn Hilfe benötigt wird und sie gebraucht werden sind sie da und sind somit ein verlässlicher und unverzichtbarer Teil des Lebens. Die Feuerwehrangehörigen begeben sich in Gefahr um anderen zu helfen.
Leider musste sie auch erwähnen, dass die Angriffe auf Rettungskräfte immer mehr zunehmen, was niemand verstehen kann.
Als Landtagsabgeordnete setzt sie sich dafür ein, dass die Ausstattung der Feuerwehren Zug um Zug verbessert wird. Auch der Ausbau des zweiten Schulstandortes in Wünsdorf wird Entlastung bringen.
Weiterhin teilt sie mit, dass ein großer Beitrag des Sondervermögens in den Blaulichtbereich investiert wird.
Bürgermeister Axel Schmidt hat die Räumlichkeiten gern zur Verfügung gestellt. Sein Dank gilt dort natürlich Schulleiterin Christin Linse und ihrem Team.
Er ist begeistert, wie viel Zeit und Engagement die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Feuerwehr stecken, das erkennt man daran, dass sie an einem Samstag bei herrlichstem Wetter den Tag dort verbringen.
Er bedankt sich, dass die Kameradinnen und Kameraden immer da sind, wenn sie gebraucht werden.
Weiterhin findet er solche Veranstaltungen gut, damit sich die Feuerwehrleute untereinander kennenlernen, da in manchen Einsätzen auch überörtlich zusammenarbeitet.
Besonders gespannt ist er, was im Workshop Digitalisierung in der Feuerwehr berichtet wird, da er das Gefühl hat, dass die Bürokratie immer mehr wird.
Landesbranddirektor Michael Koch richtet zunächst die Grüße von Innenminister René Wilke aus. Die Feuerwehren im Land Brandenburg stehen vor tiefgreifenden Aufgaben, die es zu bewältigen gibt. Die Anforderungen werden dabei immer höher.
Die Kreis- und Stadtverbände leisten hier wichtige Arbeit, denn sie sind das soziale Rückgrat und Bindeglied zum Landesfeuerwehrverband.
Der Brand- und Katastrophenschutz soll leistungsstark bleiben und werden.
Koch dankt den Organisatoren und Workshopleitern und freut sich auf einen spannenden und interessanten Austausch.
Auch Vizepräsident Frank Kliem freut sich über die Einladung und vor allem darüber, selbst einen Workshop leiten zu dürfen. Er lud Bürgermeister Axel Schmidt zum diesjährigen Fachtag ein, welcher unter dem großen Thema „Meine Feuerwehr ist mit lieb und teuer“ stattfindet.
Weiterhin teilte er mit, dass es in diesem Jahr Neuwahlen des Präsidenten geben wird.
Im Nächsten Jahr begeht der Landesfeuerwehrverband sein 150-jähriges Bestehen. Dies soll zeitgleich mit dem Tag der offenen Tür an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt gefeiert werden.
Auch dankte er Katrin Lange für die geleistete Arbeit als Innenministerin, sie ist immer noch eine verlässliche Partnerin im Landtag.
Der Sachbereichsleiter des Sachbereiches Brand- und Katastrophenschutzes des Landkreises Prignitz Marcus Bethmann überbrachte zunächst die Grüße von Landrat Christian Müller, der nicht persönlich vorbeikommen konnte. Bethmann hofft sehr, dass die Workshops keinen Vortragscharakter haben sondern dass es eine rege Beteiligung gibt. Er findet es toll, dass diese Workshops nicht nur für Führungskräfte, sondern für alle Kameradinnen und Kameraden angeboten werden. Gerade das Thema Digitalisierung sei eine große Herausforderung, allerdings hat der Landkreis hier schon gut gearbeitet.
Weiterhin gibt es mittlerweile 16 Katastrophenschutz-Leuchttürme, das sind zwei mehr als in Berlin. Auch die Werte in der Feuerwehr findet er sehr wichtig.
Mathias Ehrchen, Leiter der Polizeiinspektion Prignitz, betrachtet die Feuerwehrangehörigen als Familie, denn oftmals arbeiten Sie bei Einsätzen Hand in Hand zusammen. Die Kameradinnen und Kameraden stehen für die freiheitlich demokratische Grundordnung ein und setzen sich für die Menschenwürde ein. Er ist da sehr stolz drauf.
Kreisbrandmeister Christian Reisinger erwähnt, dass der Landesfeuerwehrverband weit weg von der Prignitz ist und dass die Gespräche mit den Kameradinnen und Kameraden aus diesem Grund sehr wichtig sind, dass diese auch in Potsdam gehört werden und einige Punkte mitgenommen werden können.
Danach ging es in die jeweiligen einstündigen Workshops, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dabei in Gruppen eingeteilt, sodass alle Anwesenden jeden Workshop besuchen konnten.
Im Workshop Atemschutz und Atemschutzüberwachung berichtete Workshopleiter Robert Kaliske (Feuerwehr Wittenberge) von den Vorschriften, die notwendig sind. Zusammen mit den Teilnehmern wurden Probleme besprochen und Veränderungen angeregt, um die Kameradinnen und Kameraden, die unter Atemschutz im Einsatz sind, bestmöglich zu schulen.
Angeregt wurden alternative Übungsstrecken und eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Ländern. Feste Regularien sollten in die Hände der Träger gegeben werden, dass diese mehr Kompetenzen haben. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die einheitliche Taktik in den Ausbildungen.
Im Workshop Digitalisierung in der Feuerwehr stellte Workshopleiter Lars Wirwich (Feuerwehr Wittenberge) alle Programme zur Digitalisierung vor, mit denen die Kommunen arbeiten bzw. arbeiten sollten. Zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde besprochen, wo es hapert, wo es Probleme gibt und was man noch benötigt.
Im Workshop Zusammenarbeit Feuerwehr und Rettungsdienst besprach Workshopleiter Maik Müller (Feuerwehr Perleberg) die Schnittpunkte der Zusammenarbeit und welche Probleme es dabei gibt. Mit den Kameradinnen und Kameraden konnten so gemeinsame Lösungsvorschläge erarbeitet werden.
Im Workshop Werte der Feuerwehr sprach Frank Kliem (Vizepräsident des LFV BB) über das Leitbild der Werte in der Feuerwehr, welches derzeit erarbeitet wird. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber sprechen und wichtige Meinungen und Gedanken dazu dem Landesfeuerwehrverband mitgeben,
Das Mittagessen sowie die Getränke wurden von der SEG Verpflegung der DRK-Bereitschaften Prignitz zubereitet und transportiert, hier gilt unser Dank Guido Korn.
Nach den Workshops gab es dann eine kleine Auswertung der vier Workshopleiter, welche sich alle sehr über die rege Teilnahme freuten.
Zum Schluss hatte Vizepräsident Frank Kliem noch eine tolle Aufgabe zu erfüllen.
Bereits bei der Delegiertenversammlung des LFV BB im November sollte der Kamerad Ralf Arnoldt, welcher auch stellvertretender Vorsitzender des KFV Prignitz ist, mit dem Ehrenkreuz des LFV in Silber ausgezeichnet werden, dies konnte nun in einem würdigen Rahmen nachgeholt werden.
Dazu gratulieren wir herzlich.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die nicht nur aus der Prignitz kamen, sondern auch aus Barnim und sogar Mecklenburg-Vorpommern.
Unser weiterer Dank gilt Schulleiterin Christin Linse, ihren Lehrerinnen und Lehrern, dem Förderverein der Geschwister-Scholl-Schule und des Hortes Piccolino, der SEG Verpflegung der DRK-Bereitschaften, den Workshopleitern und natürlich den Gästen für ihre lieben Worte.
Wir freuen uns auf die nächste Blaulichtkonferenz.
Bild zur Meldung: 2. Blaulichtkonferenz des KFV Prignitz e.V.